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Artemis Bodrum · 13. Juli 2026 · 2 Min. Lesezeit · Geschichte & Kultur

Die Geschichte Bodrums: Von Halikarnassos bis heute

Bodrum, das wir heute mit seinen tiefblauen Buchten, weiß getünchten Häusern und dem lebhaften Jachthafen kennen, erhebt sich in Wahrheit auf einer dreitausend Jahre langen, ununterbrochenen Geschichte. In der Antike trug diese Region den Namen Halikarnassos und war eine der glänzendsten Städte ihrer Zeit.

Die Leleger und die karische Zivilisation

Die ältesten bekannten Bewohner der Halbinsel waren die Leleger, eines der uralten Völker Anatoliens. Die Reste von Wehrmauern und die Tumuli, die noch heute auf den Hügeln Bodrums zu sehen sind (etwa bei Pedasa), tragen die Spuren dieser frühen Epoche. Mit der Zeit wurde die Gegend zum Herzen der karischen Zivilisation mit Halikarnassos als Hauptstadt.

König Mausolos und die Sieben Weltwunder

Ihr goldenes Zeitalter erlebte die Stadt im 4. Jahrhundert v. Chr. unter dem karischen Satrapen Mausolos. Nach seinem Tod ließ ihm seine Gattin und Schwester Artemisia ein so prachtvolles Grabmal errichten, dass dieses Bauwerk zu den Sieben Weltwundern der Antike gezählt wurde. Das Wort "Mausoleum", das heute in aller Welt gebraucht wird, leitet sich vom Namen eben dieses Königs Mausolos ab.

Herodot, der Vater der Geschichtsschreibung

Halikarnassos ging nicht nur mit seinen prächtigen Bauten in die Geschichte ein, sondern auch mit den Persönlichkeiten, die es hervorbrachte. Herodot, der als "Vater der Geschichtsschreibung" gilt, wurde im 5. Jahrhundert v. Chr. in dieser Stadt geboren; seine Historien gelten als das erste systematische Geschichtswerk der Menschheit.

Die Ritter und die Burg von Bodrum

Nach der römischen und byzantinischen Zeit kamen im 15. Jahrhundert die auf Rhodos ansässigen Johanniter in die Stadt. Mit den Steinen des zerfallenen Mausoleums errichteten sie auf einer den Hafen beherrschenden Halbinsel die Burg des heiligen Petrus (Petronium). Auch der heutige Name der Stadt, "Bodrum", ist von diesem Namen abgeleitet. 1522 ging die Burg in osmanische Hand über.

Ein Ferienparadies, geboren aus der Verbannung

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Bodrum ein beschauliches Fischerstädtchen; der Name, der sein Schicksal veränderte, war der des hierher verbannten Schriftstellers Cevat Şakir Kabaağaçlı, bekannt als "der Fischer von Halikarnassos". Der Schriftsteller verliebte sich in Bodrum, machte die Schönheit der Stadt mit seinen Werken im ganzen Land bekannt und begründete den Begriff "Mavi Yolculuk" (Blaue Reise). Ab den 1960er-Jahren wurde Bodrum zu einem der beliebtesten Ferienorte der Türkei.

Wenn Sie heute im Artemis Bodrum wohnen, erleben Sie in Wahrheit weit mehr als einen Urlaub: Wohin Sie auch treten, können Sie den Atem einer dreitausend Jahre alten Zivilisation spüren.

#Bodrum#Tarih#Halikarnassos#Karya
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